Curcuma, die Wurzel der Pflanze Curcuma longa, ist ein Gewürz, das der indischen Küche ihre charakteristische gelbe Farbe verleiht. Doch weit über seine kulinarische Verwendung hinaus ist Curcuma seit Jahrtausenden ein zentraler Bestandteil der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin. Der Hauptwirkstoff, dem die gesundheitlichen Vorteile zugeschrieben werden, ist Curcumin. Curcumin gehört zur Gruppe der Curcuminoide und ist ein starkes Polyphenol mit ausgeprägten antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Chronische Entzündungen gelten als eine der Hauptursachen für viele Zivilisationskrankheiten. Curcumin kann auf molekularer Ebene in verschiedene entzündungsfördernde Signalwege eingreifen und so zur Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems beitragen. Als Antioxidans neutralisiert es freie Radikale und schützt so die Zellen vor oxidativem Stress. Studien legen nahe, dass Curcumin die Gelenkgesundheit unterstützen kann, indem es hilft, die Beweglichkeit zu erhalten. Es trägt auch zur normalen Funktion des Herz-Kreislauf-Systems bei, indem es die Funktion des Endothels, der inneren Auskleidung der Blutgefäße, verbessert. Des Weiteren unterstützt Curcumin die Leberfunktion und die Verdauung, indem es den Gallenfluss anregt. Ein Problem bei der Einnahme von reinem Curcumin ist seine geringe Bioverfügbarkeit. Die Kombination mit Piperin, dem Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer, kann die Aufnahme im Körper jedoch um ein Vielfaches erhöhen.