Calcium intake and bone mineral density: systematic review and meta-analysis
Tai V, Leung W, Grey A, Reid IR, Bolland MJ
Eine erhöhte Calciumzufuhr führt zu geringfügigen, aber statistisch signifikanten Verbesserungen der Knochenmineraldichte von bis zu 1,8 %.
Die Erhöhung der Calciumzufuhr wird weithin als Strategie zur Verbesserung der Knochengesundheit empfohlen. Diese systematische Übersicht und Meta-Analyse untersuchte die Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien über die Auswirkungen einer erhöhten Calciumzufuhr aus Nahrungsquellen oder Supplementen auf die Knochenmineraldichte (BMD) bei Personen über 50 Jahren.
Die Forscher identifizierten 59 geeignete Studien. Die Analyse konzentrierte sich auf die prozentuale Veränderung der BMD an verschiedenen Skelettstellen, einschließlich Lendenwirbelsäule, Oberschenkelhals und Gesamthüfte, nach ein bis zwei Jahren der Intervention.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine erhöhte Calciumzufuhr die BMD im Durchschnitt um 0,6 % bis 1,8 % erhöhte. Die größten Zuwächse wurden im ersten Jahr der Supplementierung beobachtet, danach ließ der Effekt nach. Die Autoren stellten fest, dass dieser geringe Anstieg der BMD das Frakturrisiko wahrscheinlich nicht wesentlich reduziert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Erhöhung der Calciumzufuhr zwar zu geringfügigen Verbesserungen der Knochendichte führt, die klinische Relevanz dieser Zunahmen im Hinblick auf die Frakturprävention jedoch fraglich ist. Die Studie legt nahe, dass die alleinige Fokussierung auf die Calciumzufuhr möglicherweise nicht die effektivste Strategie zur Vorbeugung von Osteoporose-bedingten Frakturen ist.
Diese Studie zeigt, dass Calcium zur Knochendichte beiträgt, aber betont auch, dass es Teil eines umfassenderen Ansatzes für die Knochengesundheit sein sollte, der auch andere Nährstoffe wie Vitamin D und K2 umfasst.