Eisen ist ein essenzielles Spurenelement, das im menschlichen Körper eine Vielzahl von entscheidenden Funktionen erfüllt. Die bekannteste und wichtigste Rolle von Eisen ist seine Beteiligung am Sauerstofftransport. Als zentraler Bestandteil des Hämoglobins in den roten Blutkörperchen bindet es Sauerstoff in der Lunge und transportiert ihn zu allen Zellen des Körpers. In den Muskeln ist Eisen Teil des Myoglobins, das als Sauerstoffspeicher dient. Darüber hinaus ist Eisen ein wichtiger Co-Faktor für zahlreiche Enzyme, die an der zellulären Energieproduktion (ATP-Synthese) im Rahmen der Atmungskette beteiligt sind. Ein Eisenmangel führt daher oft zu Müdigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit. Das Immunsystem benötigt ebenfalls ausreichend Eisen für die Proliferation und Reifung von Immunzellen, insbesondere von Lymphozyten, die für die Abwehr von Infektionen wichtig sind. Eisen trägt auch zu einer normalen kognitiven Funktion bei, da es an der Synthese von Neurotransmittern und der Myelinisierung von Nervenfasern beteiligt ist. Der Körper reguliert den Eisenhaushalt sehr sorgfältig, da sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss schädlich sein können. Eisenmangel ist weltweit einer der häufigsten Nährstoffmängel und kann zu einer Anämie führen. Die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Häm-Eisen aus tierischen Quellen wird besser absorbiert als Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Vitamin C kann die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen deutlich verbessern.
Wirkung
Eisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen kognitiven Funktion, einer normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin, einem normalen Sauerstofftransport im Körper und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Es trägt außerdem zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Dosierung
Die DGE empfiehlt für Männer 10 mg und für Frauen im gebärfähigen Alter 15 mg pro Tag. Das BfR empfiehlt eine Höchstmenge von 6 mg pro Tag in Nahrungsergänzungsmitteln für Erwachsene.
Natürliche Quellen
Rotes Fleisch, Leber, Linsen, Kichererbsen, Spinat, Kürbiskerne, Haferflocken.
Wissenschaftliche Quellen
EFSA Journal 2009;7(9):1215