Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das eine zentrale Rolle in der menschlichen Gesundheit spielt, obwohl es nur in sehr geringen Mengen im Körper vorkommt. Seine Hauptfunktion ist die Synthese der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3). Diese Hormone sind die Hauptregulatoren des Stoffwechsels und beeinflussen eine Vielzahl von Prozessen, darunter die Energieproduktion, die Körpertemperatur und den Sauerstoffverbrauch der Zellen. Eine ausreichende Jodversorgung ist daher entscheidend für einen normalen Energiestoffwechsel. Darüber hinaus sind die Schilddrüsenhormone für das normale Wachstum und die Entwicklung von Organen, insbesondere des Gehirns, von entscheidender Bedeutung. Ein Jodmangel während der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit kann zu schweren und irreversiblen Entwicklungsstörungen des Gehirns führen (Kretinismus). Jod trägt somit zu einer normalen kognitiven Funktion und einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Die Schilddrüse ist das Hauptspeicherorgan für Jod. Ein Mangel führt zu einer unzureichenden Hormonproduktion und kann eine Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) verursachen, da die Drüse versucht, den Mangel durch Wachstum zu kompensieren. Die Jodversorgung der Bevölkerung ist ein wichtiges Thema der öffentlichen Gesundheit. In vielen Ländern wird Speisesalz mit Jod angereichert, um einem Mangel vorzubeugen. Natürliche Jodquellen sind vor allem Meeresfische, Meeresfrüchte und Algen, da der Jodgehalt in Böden und somit in pflanzlichen Lebensmitteln stark variieren kann.
Wirkung
Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Es trägt außerdem zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen kognitiven Funktion und einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
Dosierung
Die DGE empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 150-200 µg. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht.
Natürliche Quellen
Jodiertes Speisesalz, Seefisch (Kabeljau, Seelachs), Meeresfrüchte, Algen (Nori, Kelp), Milchprodukte.
Wissenschaftliche Quellen
EFSA Journal 2009;7(9):1214