Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff und das vierthäufigste Kation im menschlichen Körper. Es ist an einer beeindruckenden Vielzahl von physiologischen Prozessen beteiligt und fungiert als Co-Faktor für mehr als 300 Enzymsysteme. Diese Enzyme regulieren so unterschiedliche Reaktionen wie die Proteinsynthese, die Muskel- und Nervenfunktion, die Blutzuckerkontrolle und die Blutdruckregulation. Ein Großteil des Magnesiums im Körper befindet sich in den Knochen, was seine Bedeutung für die Knochengesundheit unterstreicht. Es trägt zur strukturellen Entwicklung des Knochens bei und ist für die Synthese von DNA, RNA und dem wichtigen Antioxidans Glutathion erforderlich. Im Energiestoffwechsel ist Magnesium unerlässlich für die Produktion von ATP, der universellen Energiewährung der Zellen. Es trägt zur normalen Muskelfunktion bei, einschließlich der Kontraktion und Entspannung der Muskeln. Aus diesem Grund kann ein Magnesiummangel zu Muskelkrämpfen und -schwäche führen. Auch das Nervensystem ist auf eine ausreichende Magnesiumversorgung angewiesen, da es an der Übertragung von Nervenimpulsen und der neuromuskulären Koordination beteiligt ist. Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und unterstützt das Elektrolytgleichgewicht. Eine ausreichende Zufuhr kann über eine ausgewogene Ernährung mit viel grünem Blattgemüse, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten erreicht werden. Ein erhöhter Bedarf kann bei Stress, intensivem Sport oder bestimmten Erkrankungen bestehen.
Wirkung
Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zum Elektrolytgleichgewicht, zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen Muskelfunktion und zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.
Dosierung
Die DGE empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 300-400 mg. Das BfR empfiehlt eine Höchstmenge von 250 mg pro Tag in Nahrungsergänzungsmitteln, aufgeteilt auf mindestens zwei Einnahmen.
Natürliche Quellen
Kürbiskerne, Mandeln, Spinat, Cashewkerne, schwarze Bohnen, Vollkornbrot.
Wissenschaftliche Quellen
EFSA Journal 2010;8(10):1807, EFSA Journal 2009;7(9):1216