Thiamin, auch als Vitamin B1 bekannt, war das erste Vitamin der B-Gruppe, das entdeckt wurde. Es ist ein wasserlösliches Vitamin, das eine zentrale Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel spielt. Thiamin wird im Körper in seine aktive Form, Thiaminpyrophosphat (TPP), umgewandelt. TPP ist ein wichtiges Coenzym für mehrere Enzyme, die am Abbau von Glukose zur Energiegewinnung beteiligt sind. Daher trägt Thiamin zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Eine ausreichende Versorgung mit Thiamin ist besonders wichtig für Organe mit hohem Energiebedarf, wie das Gehirn und das Herz. Thiamin ist unerlässlich für die normale Funktion des Nervensystems. Es ist an der Synthese von Neurotransmittern und an der Aufrechterhaltung der Myelinscheiden beteiligt, die die Nervenfasern schützen. Ein schwerer Mangel an Thiamin kann zur Krankheit Beriberi führen, die sich durch neurologische und kardiovaskuläre Störungen äußert. Die EFSA hat bestätigt, dass Thiamin zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion beiträgt. Darüber hinaus trägt Thiamin zu einer normalen Herzfunktion bei. Das Herz ist ein Muskel mit einem sehr hohen Energiebedarf, und Thiamin ist entscheidend für die Energieversorgung der Herzzellen. Thiamin kommt in vielen Lebensmitteln vor, ist aber hitze- und lichtempfindlich. Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch und Nüsse. Als Teil eines Vitamin-B-Komplexes oder als einzelnes Nahrungsergänzungsmittel kann Thiamin dazu beitragen, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.
Natürliche Quellen
Thiamin ist in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Schweinefleisch, Sonnenblumenkernen und Nüssen enthalten.