Die Bioverfügbarkeit ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Wirksamkeit von Nährstoffen, Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln geht. Sie beschreibt, wie viel von einem aufgenommenen Stoff tatsächlich im Blutkreislauf ankommt und somit dem Körper zur Verfügung steht, um seine Wirkung zu entfalten. Eine hohe Bioverfügbarkeit bedeutet, dass ein großer Teil des Wirkstoffs genutzt werden kann, während eine niedrige Bioverfügbarkeit bedeutet, dass viel davon ungenutzt wieder ausgeschieden wird.
Stell es dir so vor: Du isst einen Apfel, um Vitamin C aufzunehmen. Nicht das gesamte Vitamin C aus dem Apfel wird jedoch von deinem Körper aufgenommen. Ein Teil geht während der Verdauung verloren. Der prozentuale Anteil, der letztendlich in deinem Blut ankommt und für zelluläre Prozesse bereitsteht, ist die Bioverfügbarkeit. Sie wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie der chemischen Form des Nährstoffs, der Darreichungsform (Tablette, Kapsel, Flüssigkeit) und der Kombination mit anderen Lebensmitteln.
Um die Bioverfügbarkeit zu verbessern, werden verschiedene Strategien eingesetzt. Zum Beispiel kann die Kombination von Eisen mit Vitamin C dessen Aufnahme deutlich erhöhen. Bei Curcumin, dem Wirkstoff aus Kurkuma, wird oft Piperin (Extrakt aus schwarzem Pfeffer) hinzugefügt, um die Aufnahme um ein Vielfaches zu steigern. Auch die Wahl der richtigen chemischen Verbindung, wie bei Magnesiumcitrat im Vergleich zu Magnesiumoxid, spielt eine große Rolle für eine optimale Aufnahme und Verwertung im Körper.
Auch bekannt als
Aufnahmeeffizienz, Resorptionsrate